Zahlungsanweisung in drei Schritten
Tragen Sie Empfänger, IBAN und Betrag ein. Wählen Sie danach, ob die Zahlung über eine Zahlungsreferenz oder über einen Verwendungszweck zugeordnet werden soll. Das Werkzeug prüft jede Angabe sofort und zeigt den QR-Code, sobald alles stimmt. Zum Schluss legen Sie fest, wie viele Belege das PDF enthalten soll, und laden es herunter. Auf eine A4-Seite passen drei Belege mit Schnittlinien.
Ein Beispiel: Der Sportverein Musterdorf mit der IBAN AT61 1904 3002 3457 3201 möchte 45,00 € Mitgliedsbeitrag einsammeln. Im Code steht danach unter anderem die Zeile „EUR45“, denn die Spezifikation verlangt die kürzeste Schreibweise ohne Nullen am Ende. 45,50 € würden als „EUR45.5“ kodiert, 0,01 € als „EUR0.01“.
„Zahlen mit Code“: wie der QR funktioniert
Der Code ist kein Link und ruft nichts im Internet auf. Er enthält nur Text in festen Zeilen: die Kennung BCD, die Version 002, die Zeichenkodierung UTF-8, die Funktion SCT für SEPA-Überweisung, danach BIC, Empfänger, IBAN, Betrag, Zahlungsreferenz oder Verwendungszweck und einen Hinweis für die App. Die Banking-App liest diese Zeilen und füllt damit die Überweisung aus. Ihre eigenen Kontodaten stehen nicht im Code; die ergänzt die App selbst.
Grundlage ist die Spezifikation der PSA Payment Services Austria (früher Stuzza) in Version 3.0 vom 1. Mai 2021. Nach Angabe der PSA beruht der gleichlautende Standard des European Payments Council auf ihren Vorarbeiten. In Deutschland heißt derselbe Code Girocode. Die PSA schreibt außerdem vor: höchstens 331 Byte Inhalt, Fehlerkorrektur M und höchstens QR-Version 13. Auf Zahlungsanweisungen ist jedes Modul 0,4 mm breit. Der Code sitzt in einem Rahmen mit abgerundeten Ecken, rechts steht von unten nach oben „Zahlen mit Code“. Das Werkzeug hält diese Maße im PDF ein.
Zahlungsreferenz oder Verwendungszweck
Die beiden Felder schließen sich aus. Im Code sind zwar immer beide Zeilen vorhanden, befüllt werden darf aber nur eine. So landet die Angabe bei der Bank im richtigen Feld. Eine Zahlungsreferenz ist eine strukturierte Nummer mit höchstens 35 Zeichen, etwa eine Kunden- oder Rechnungsnummer, die Ihre Buchhaltung automatisch zuordnet. Beginnt sie mit RF, ist sie eine internationale Gläubigerreferenz nach ISO 11649 mit Prüfziffer, zum Beispiel RF18 5390 0754 7034. Das Werkzeug prüft diese Prüfziffer.
Der Verwendungszweck ist freier Text mit höchstens 140 Zeichen. Er eignet sich für Vereine und kleine Betriebe ohne automatischen Abgleich, etwa „Mitgliedsbeitrag 2027 Max Muster“. Umlaute sind erlaubt, sie kosten im Code aber zwei Byte. Wird die 331-Byte-Grenze überschritten, meldet das Werkzeug, wie viel zu viel ist.
Vereinsbeiträge mit vielen Belegen
Für Beitragsrechnungen stellen Sie die Anzahl auf die Zahl Ihrer Mitglieder, zum Beispiel 30. Das PDF enthält dann zehn Seiten mit je drei gleichen Belegen. Mit „Betrag offen lassen“ entfällt der Betrag im Code; die Banking-App fragt ihn beim Scannen ab. Das ist nützlich für Spenden oder freiwillige Beiträge. Den Namen des Mitglieds können Sie im Feld Auftraggeber vorausfüllen, wenn Sie Belege einzeln erzeugen. Eine Serie aus einer Mitgliederliste ist geplant.
Wollen Sie den Code nicht auf einen eigenen Beleg, sondern in eine fertige Rechnung setzen, nutzen Sie QR-Code in PDF einfügen. Die PSA empfiehlt dafür den unteren Rand ganz links oder ganz rechts.
Unterschied zum deutschen Überweisungsträger und Girocode
Inhaltlich ist der österreichische Code derselbe wie der deutsche Girocode. Ein Code aus dem Girocode-Generator funktioniert auch in Österreich, und umgekehrt. Der Unterschied liegt in der Gestaltung: Österreich verlangt den Rahmen mit dem Schriftzug und auf Zahlungsanweisungen die feste Modulbreite. Für Empfänger in Deutschland gibt es den Überweisungsträger zum Ausfüllen. Ob eine IBAN stimmt, zeigt der IBAN-Prüfer. Für Rechnungen in die Schweiz gilt ein anderer Code, dafür gibt es die QR-Rechnung Schweiz.
Typische Fehler und Grenzen
Häufig sind Referenz und Zweck gleichzeitig gefüllt, ein Betrag mit Punkt statt Komma oder eine IBAN aus einem Land außerhalb des SEPA-Raums. Das Werkzeug meldet all das am Feld. Eine IBAN aus den USA gibt es nicht; für die Schweiz ist die BIC Pflicht. Der Beleg ist ein formloser Zahlungsbeleg zum Selbstausdruck. Den Bankvordruck mit roter Gestaltung und maschinenlesbarer Belegzeile bildet er bewusst nicht nach, weil dessen Gestaltungsvorgaben nicht frei veröffentlicht sind. Wer in der Filiale mit Papier bezahlt, braucht unter Umständen einen Original-Zahlschein der Bank. Für Online-Banking genügt der QR-Code.