Eintrittskarten in vier Schritten
Tragen Sie oben Veranstaltung, Datum, Uhrzeit und Ort ein. Kategorie, Preis und ein kurzer Hinweis wie „Einlass ab 18:30 Uhr“ sind freiwillig. Legen Sie die Anzahl und die erste Nummer fest und wählen Sie den Bogen. Die Vorschau zeigt sofort die erste Karte mit ihrem echten QR-Code.
Ein Klick auf „Karten-PDF erstellen“ lädt das Druck-PDF herunter. Danach erscheint der wichtigste Knopf: „Prüfdatei herunterladen“. Diese kleine JSON-Datei enthält den geheimen Schlüssel Ihrer Veranstaltung. Ohne sie kann niemand die Karten prüfen, auch wir nicht. Speichern Sie die Datei an zwei Orten, zum Beispiel auf dem Rechner und als Anhang in einer E-Mail an sich selbst.
Am Abend der Veranstaltung öffnen Sie diese Seite auf dem Handy, wechseln oben zu „Einlass prüfen“ und laden die Prüfdatei. Dann starten Sie die Kamera und halten jede Karte kurz davor.
Ein Rechenbeispiel: 200 Karten im Bogen „8 je A4“ ergeben 25 Seiten, die Nummern laufen von 001 bis 200. Im Bogen „4 je A4“ sind es 50 Seiten mit größeren Karten. Reicht die höchste Nummer bis 1.000 oder darüber, sind alle Nummern der Auflage vierstellig, zum Beispiel 0998, 0999, 1000.
Wie die Echtheitsprüfung funktioniert
Jeder QR-Code enthält vier Teile, zum Beispiel MT1|K7QW2MZA|017|RS3T2P2IQW: eine Formatkennung, die zufällige Kennung der Veranstaltung, die Kartennummer und eine Signatur aus zehn Zeichen. Die Signatur entsteht aus Kennung und Nummer mit dem Verfahren HMAC-SHA-256 nach RFC 2104 und dem geheimen Schlüssel aus der Prüfdatei. Der Schlüssel ist 256 Bit lang und wird in Ihrem Browser mit dem kryptografisch sicheren Zufallsgenerator des Browsers (Web Crypto) erzeugt.
Wer eine Karte mit Nummer 017 in der Hand hat, sieht zwar den Aufbau. Ändert er die Nummer auf 018, passt die Signatur nicht mehr, und der Einlass zeigt „Ungültig“. Die richtige Signatur für 018 lässt sich ohne den Schlüssel nur raten. Zehn Zeichen im Base32-Alphabet (RFC 4648) sind 50 Bit, ein Treffer gelingt also mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu rund 1,1 Billiarden.
Eine Kopie derselben Karte ist dagegen technisch gleich. Deshalb führt der Einlass eine Liste: Die erste Karte mit Nummer 017 kommt hinein, jede weitere bekommt „bereits eingelöst um 19:42 Uhr“ angezeigt. Wer zuerst kommt, ist drin; kommt die Kopie vor dem Original, wird das Original abgewiesen. Karten einer anderen Veranstaltung erkennt die Prüfung an der Kennung und meldet „gehört nicht zu dieser Veranstaltung“.
Einlass am Handy prüfen
Die Einlass-Ansicht erreichen Sie auch direkt über /eintrittskarten-erstellen/#einlass. Sie zeigt groß und farbig das Ergebnis: grün für gültig, orange für schon eingelöst, rot für ungültig. Auf Geräten mit Vibration gibt es zusätzlich einen kurzen Impuls. Oben zählt das Werkzeug mit, wie viele Karten schon eingelöst sind.
Chrome auf Android, macOS und ChromeOS liest den Code mit der eingebauten Barcode-Erkennung, andere Browser wie Safari auf dem iPhone und Firefox mit der Bibliothek jsQR, die als Datei auf dieser Website liegt. Die Einlass-Ansicht lädt jsQR schon beim Öffnen. Öffnen Sie die Ansicht deshalb vor der Veranstaltung mit Internet und lassen Sie die Seite geöffnet; dann klappt die Prüfung auch, wenn der Empfang in der Halle wegfällt. Neu laden ohne Internet geht nicht. Klappt die Kamera nicht, tippen Sie den Inhalt von Hand ein oder schließen einen Handscanner an, der wie eine Tastatur arbeitet. Nach der Veranstaltung laden Sie die Einlass-Liste als CSV herunter und öffnen sie in Excel.
Eine Grenze sollten Sie kennen: Jedes Gerät führt seine eigene Liste. Prüfen zwei Personen an zwei Eingängen, weiß das eine Handy nicht, was das andere schon eingelassen hat. Eine kopierte Karte könnte dann an jedem Eingang einmal durchgehen. Für kleine und mittlere Feste reicht meist ein Einlass mit einem Gerät.
Drucken und schneiden
Drucken Sie das PDF in Originalgröße („100 %“ oder „Tatsächliche Größe“), nicht „An Seite anpassen“. Sonst verschieben sich die Schnittmarken am Rand. Die Marken zeigen die Schnittkanten, Sie schneiden mit Lineal und Cutter oder mit einem Hebelschneider von Marke zu Marke. Normales Papier mit 80 g/m² genügt, Karton ab 160 g/m² wirkt wertiger.
Beim Bogen „Mit Abriss“ hat jede Karte rechts einen Kontrollabschnitt mit Nummer, durch eine gestrichelte Linie getrennt. Den Abschnitt können Sie beim Einlass abreißen und als zweite Zählung sammeln. Wie groß ein QR-Code mindestens sein sollte, hängt vom Leseabstand ab. Unser Rechner zur QR-Code-Größe hilft bei eigenen Entwürfen. Auf den Karten hier sind die Codes 40 mm groß, im Bogen „4 je A4“ sogar 52 mm, das lesen auch ältere Handykameras sicher.
Gutscheine mit Code
Stellen Sie oben „Gutschein mit Code“ ein, wird aus dem Preis ein Wert und aus der Eintrittskarte ein Gutschein. Der Kern bleibt gleich: Jeder Gutschein hat eine Nummer und eine Signatur und lässt sich einmal einlösen. Das passt für Verzehrgutscheine beim Vereinsfest, für Freigetränke oder für ein Kuchenbuffet. Für Ausweise, die dauerhaft gelten, eignet sich der Mitgliedsausweis besser. Tischkarten für die Feier erstellen Sie mit den Tischkarten.
Typische Fehler
Der häufigste Fehler ist eine verlorene Prüfdatei. Ohne sie kann niemand mehr feststellen, welche Karten echt sind. Laden Sie sie gleich nach dem PDF herunter und testen Sie den Einlass vorher mit einer Probekarte. Der zweite Fehler: für eine Veranstaltung zweimal neu erstellen. Dann gibt es zwei Schlüssel, und die Karten der ersten Auflage gelten mit der zweiten Prüfdatei nicht. Für mehr Karten nutzen Sie deshalb „Weitere Karten nachdrucken“ mit der vorhandenen Prüfdatei. Maßgeblich ist der Nummernbereich in dieser Datei, nicht der Speicher des Browsers: Der Nachdruck klappt auch an einem anderen Rechner, und die neue Prüfdatei umfasst erste Auflage und Nachdruck. Verwenden Sie am Einlass nur noch die neue Datei. Setzen Sie die erste Nummer nicht auf schon vergebene Nummern zurück, sonst entstehen exakte Doppel; das Werkzeug warnt dann. Drittens: Ein Code auf glänzendem Papier spiegelt unter Hallenlicht. Halten Sie die Karte leicht schräg oder drucken Sie auf mattes Papier.
Grenzen und Datenschutz
Das Werkzeug läuft vollständig in Ihrem Browser. Angaben, Logo, Schlüssel und Einlass-Liste werden nicht hochgeladen. Die Einlass-Liste liegt im Speicher des Browsers (IndexedDB), dort auch eine Kopie der Prüfdatei mit dem Schlüssel. Löschen Sie die Websitedaten oder nutzen Sie ein privates Fenster, ist die Liste weg und damit auch die Erkennung schon eingelöster Karten; die Karten selbst bleiben gültig, Sie können die Prüfdatei einfach neu laden. Schriftzeichen, die die PDF-Schrift nicht kennt (Emojis, viele nicht-lateinische Zeichen), druckt das PDF als „?“. Das Werkzeug zeigt vorher an, welche Zeichen betroffen sind. Einen Ticketverkauf mit Bezahlung, Sitzplan oder personalisierten Karten bietet das Werkzeug nicht.