ISBN-Barcode in drei Schritten
Tippen Sie die ISBN ein, wie sie im Impressum Ihres Buches steht. Bindestriche, Leerzeichen und ein vorangestelltes „ISBN“ stören nicht. Das Werkzeug erkennt selbst, ob eine zehn- oder dreizehnstellige ISBN vorliegt, und prüft die Prüfziffer. Ist sie falsch, nennt es die richtige Ziffer.
Wählen Sie danach, ob rechts neben dem Barcode ein Preis-Zusatz stehen soll. Für Bücher, die nur im deutschsprachigen Handel verkauft werden, ist das selten nötig. Zum Schluss laden Sie den Code als PDF oder SVG herunter und geben ihn an die Druckerei oder setzen ihn selbst auf die Rückseite des Umschlags.
ISBN-10 und ISBN-13 umrechnen
Seit 2007 hat jede neue ISBN 13 Stellen. Ältere Bücher tragen oft noch die zehnstellige Form. Beide Nummern bezeichnen dasselbe Buch. Die ISBN-13 entsteht, indem man vorne 978 anhängt, die alte Prüfziffer streicht und eine neue berechnet.
Ein Beispiel mit der ISBN-10 3-16-148410-X. Die alte Prüfziffer rechnet mit den Gewichten 10 bis 2: 3·10 + 1·9 + 6·8 + 1·7 + 4·6 + 8·5 + 4·4 + 1·3 + 0·2 = 177. Bis zum nächsten Vielfachen von 11 fehlen 10, und eine 10 schreibt man als X. Für die ISBN-13 stellt man 978 voran und gewichtet die zwölf Ziffern 9 7 8 3 1 6 1 4 8 4 1 0 abwechselnd mit 1 und 3. Die Summe ist 100, bis zum nächsten Zehner fehlt 0. Ergebnis: 978-3-16-148410-0. Das ist dasselbe Verfahren wie bei jeder EAN; mit der EAN-Prüfziffer können Sie es Ziffer für Ziffer nachrechnen.
Der Rückweg klappt nur bei 978. Bücher mit 979 haben keine zehnstellige Form. Das Präfix 979-0 gehört nicht zur ISBN, sondern zur ISMN für Notenausgaben. Das Werkzeug weist darauf hin.
Wo die Bindestriche hingehören
Eine ISBN besteht aus fünf Teilen: Präfix (978 oder 979), Gruppe (Sprachraum oder Land), Verlagsnummer, Titelnummer und Prüfziffer. Wie lang Gruppe und Verlagsnummer sind, ist nicht fest. Die Internationale ISBN-Agentur führt dazu eine Bereichsliste, die sie laufend ergänzt. Das Werkzeug enthält diese Liste mit Stand vom 08.10.2026 und setzt die Bindestriche danach. Die deutsche Gruppe 3 vergibt zum Beispiel zweistellige bis siebenstellige Verlagsnummern, je nach Bereich.
Fällt eine Nummer in einen Bereich, der laut Liste noch nicht vergeben ist, steht „Bindestriche unbekannt“. Die Ziffern selbst sind dann trotzdem gültig, und der Barcode lässt sich erzeugen. Für den Strichcode spielen die Bindestriche ohnehin keine Rolle, er kodiert nur die 13 Ziffern.
Preis-Zusatz (EAN-5): wann nötig, wann nicht
Rechts neben dem Hauptcode kann ein kleiner zweiter Strichcode mit fünf Ziffern stehen. Die GS1-Spezifikation legt nur fest, wie dieser Zusatz aussieht. Was die Ziffern bedeuten, bestimmt der Verlag oder die Branche. Im US-Buchhandel gilt nach den Richtlinien der BISG: Eine 5 vorn heißt Preis in US-Dollar (52495 = 24,95 $), 90000 heißt „kein Preis kodiert“. Wer in die USA liefert, braucht deshalb oft 90000 oder den Dollarpreis.
Im deutschsprachigen Handel wird der Zusatz kaum verwendet. Kassen dürfen ihn nach GS1 ohnehin ignorieren. Die Prüfung erfolgt beim Zusatz nicht über eine Prüfziffer, sondern über das Muster der Zeichensätze: Aus 3 × (1. + 3. + 5. Ziffer) + 9 × (2. + 4. Ziffer) ergibt sich ein Wert, dessen letzte Stelle das Muster bestimmt. Für 52495 ist das 3 × 14 + 9 × 11 = 141, also der Wert 1.
Druckmaße und Vergrößerung
Bei 100 Prozent ist ein Modul, der schmalste Strich, 0,33 mm breit. Der Code ist dann mit Ruhezonen 37,29 mm breit, die Striche sind 22,85 mm hoch, mit Klarschrift ergeben sich 25,93 mm. GS1 erlaubt 80 bis 200 Prozent, also Module von 0,264 bis 0,660 mm. Mit Preis-Zusatz wird das Symbol bei 100 Prozent gut 55 mm breit.
Wichtig sind die hellen Ränder: links 11 Module, rechts 7 Module, hinter dem Zusatz 5. Dort darf nichts gedruckt werden, auch kein Rahmen. Kürzen Sie die Höhe nur, wenn es nicht anders geht; das Werkzeug warnt dann. Für den Druck ist PDF oder SVG die beste Wahl, weil die Striche als Vektor exakt bleiben. Beim PNG mit 1200 dpi rundet das Werkzeug die Modulbreite auf ganze Pixel und nennt die tatsächliche Größe.
Barcode prüfen
Jeder erzeugte Code wurde in unseren Tests aus dem PDF gerendert und mit einem unabhängigen Lesegerät-Programm (zxing-cpp) gelesen, auch mit Preis-Zusatz. Prüfen Sie den fertigen Druck trotzdem mit einer Scanner-App am Handy. Häufige Fehler sind zu kleine Ruhezonen, farbige Striche auf farbigem Grund und Rot als Strichfarbe, die viele Scanner nicht sehen. Schwarz auf Weiß ist am sichersten.
Für andere Strichcodes und QR-Codes gibt es den Barcode- und QR-Generator. Wollen Sie viele Codes aus einer Tabelle erzeugen, hilft QR-Codes aus Excel. Für die Bestandsaufnahme im Lager taugt die Inventurliste mit Barcode-Scanner.
Grenzen
Das Werkzeug prüft nur die Rechenregeln und die Bereichsliste. Ob eine ISBN wirklich vergeben ist und zu welchem Titel sie gehört, kann es nicht sagen; das weiß nur die Agentur oder das Verzeichnis lieferbarer Bücher. Die Klarschrift steht in einer serifenlosen Schrift statt in der empfohlenen OCR-B, was GS1 ausdrücklich zulässt. Eine Druckzuwachs-Korrektur (Strichbreitenreduzierung) nimmt das Werkzeug nicht vor; fragen Sie Ihre Druckerei, ob sie eine braucht. Alles läuft in Ihrem Browser, die ISBN wird nicht übertragen.