Prüfziffer berechnen in drei Schritten
Wählen Sie oben, ob Sie eine fehlende Prüfziffer berechnen oder eine vollständige Nummer prüfen möchten. Tippen Sie die Nummer ein oder fügen Sie eine ganze Spalte aus Excel ein, eine Nummer je Zeile. Das Ergebnis steht sofort daneben, bei einer einzelnen Nummer mit Rechenweg und Strichcode, bei einer Liste als Tabelle mit CSV-Download.
Welche Nummernart vorliegt, erkennt das Werkzeug an der Länge. Beim Berechnen geben Sie die Nummer ohne die letzte Stelle ein: 7 Ziffern für GTIN-8, 11 für GTIN-12, 12 für GTIN-13 oder GLN, 13 für GTIN-14 und 17 für die SSCC. Beim Prüfen sind es jeweils eine Ziffer mehr. Leerzeichen und Bindestriche dürfen Sie stehen lassen.
So rechnet GS1: Gewichte 3 und 1
Alle GS1-Nummern verwenden dasselbe Verfahren. Es steht in den GS1 General Specifications (Release 26.0 vom Januar 2026; in Release 25.0 war es Abschnitt 7.9). Sie gehen von rechts nach links durch die Ziffern ohne Prüfziffer und multiplizieren sie abwechselnd mit 3 und mit 1. Die Ziffer ganz rechts bekommt immer die 3. Die Produkte zählen Sie zusammen. Die Prüfziffer ist der Betrag, der bis zum nächsten Vielfachen von 10 fehlt.
Ein Beispiel mit der Nummer 400638133393, die zu einer GTIN-13 ergänzt werden soll:
| Ziffer | 4 | 0 | 0 | 6 | 3 | 8 | 1 | 3 | 3 | 3 | 9 | 3 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewicht | 1 | 3 | 1 | 3 | 1 | 3 | 1 | 3 | 1 | 3 | 1 | 3 |
| Produkt | 4 | 0 | 0 | 18 | 3 | 24 | 1 | 9 | 3 | 9 | 9 | 9 |
Die Summe ist 89. Bis 90 fehlt 1, also lautet die Prüfziffer 1 und die vollständige Nummer 4006381333931. Ist die Summe bereits ein Vielfaches von 10, lautet die Prüfziffer 0. Als Formel: Prüfziffer = (10 − Summe mod 10) mod 10.
Das Verfahren erkennt jede einzelne falsch getippte Ziffer. Vertauschte Nachbarziffern findet es meistens, aber nicht immer: Unterscheiden sich die beiden Ziffern um genau 5, etwa bei 1 und 6, bleibt der Fehler unentdeckt. Eine gültige Prüfziffer heißt deshalb nur, dass die Nummer formal stimmt. Ob sie vergeben ist und zu welchem Produkt sie gehört, verrät sie nicht.
GTIN, EAN, GLN und SSCC unterscheiden
| Nummer | Stellen | Wofür |
|---|---|---|
| GTIN-13 (früher EAN-13) | 13 | Artikel im Handel, Strichcode EAN-13 |
| GTIN-8 (EAN-8) | 8 | sehr kleine Verpackungen |
| GTIN-12 (UPC-A) | 12 | Artikel vor allem in Nordamerika |
| GTIN-14 | 14 | Umverpackungen und Kartons (erste Ziffer 1–8) oder Ware mit variablem Gewicht (9), Strichcode ITF-14 |
| GLN | 13 | Unternehmen und Standorte, etwa in EDI-Nachrichten |
| SSCC (NVE) | 18 | einzelne Versandeinheit, zum Beispiel eine Palette |
Die erste Ziffer einer GTIN-14 heißt Packungskennziffer. Die Ziffern 1 bis 8 stehen für Verpackungsstufen derselben Ware, etwa den Karton mit 12 Flaschen und die Palette. Danach folgt die GTIN-13 des Inhalts ohne deren Prüfziffer, am Ende wird die Prüfziffer neu berechnet. Die 9 kennzeichnet Ware mit variabler Menge oder variablem Gewicht, die nicht über die Kasse läuft. Eine echte GTIN-14 beginnt nie mit 0 (GS1 Canada). Eine 14-stellige Nummer mit führender 0 ist einfach eine GTIN-13, die mit einer Null auf 14 Stellen aufgefüllt wurde. Mit zwei Nullen ist es eine GTIN-12, mit sechs Nullen eine GTIN-8. So stehen GTINs in Datenbanken und im GS1-128-Code. Die Prüfziffer ändert sich durch die Nullen nicht.
GLN und GTIN-13 sind beide 13 Stellen lang und lassen sich an der Zahl allein nicht unterscheiden. Das Werkzeug zeigt in diesem Fall „GTIN-13“ an; die Rechnung ist für beide gleich. Die ersten drei Ziffern einer GTIN-13 nennen die GS1-Organisation, die die Nummer vergeben hat. 400 bis 440 steht für GS1 Germany. Ein Herkunftsland des Produkts lässt sich daraus nicht ablesen. 978 und 979 kennzeichnen Bücher (ISBN). Eine Ausnahme ist 979-0: Das ist die ISMN für gedruckte Musiknoten. 020 bis 029 und 200 bis 299 sind interne Nummern, wie sie etwa die Waage an der Fleischtheke druckt.
Eigene EAN-Nummern: nur über GS1
Wer Ware im Handel oder auf Marktplätzen verkaufen will, braucht eine GS1-Basisnummer. Sie wird in Deutschland von GS1 Germany gegen eine jährliche Gebühr vergeben. Aus der Basisnummer bilden Sie Ihre Artikelnummern selbst und hängen die Prüfziffer an, dafür ist dieses Werkzeug gedacht. Nummern von Billiganbietern im Internet stammen oft aus alten, weiterverkauften Kontingenten. Amazon gleicht GTINs mit der GS1-Datenbank ab. Passt der eingetragene Inhaber nicht zur Marke, kann das Angebot gesperrt werden.
Für den Strichcode selbst gibt es den Barcode-Generator. Wollen Sie viele Etiketten auf einmal drucken, hilft Etiketten drucken.
SSCC für Versandeinheiten erzeugen
Eine SSCC hat immer 18 Stellen. Vorne steht die Erweiterungsziffer (0 bis 9), die Sie frei wählen, etwa um mehrere Lager zu trennen. Dann folgt Ihre GS1-Basisnummer, danach eine laufende Nummer. Beide zusammen ergeben 16 Stellen. Ganz rechts steht die Prüfziffer. Je länger Ihre Basisnummer ist, desto weniger Stellen bleiben für die laufende Nummer: Bei einer 7-stelligen Basisnummer sind es 9, also knapp eine Milliarde Paletten.
Im Modus „SSCC-Serie“ geben Sie Erweiterungsziffer, Basisnummer, Startwert und Anzahl ein und laden die Liste als CSV herunter. Die Nummern stehen dort so formatiert, dass Excel sie als Text behandelt und keine Exponentialzahl daraus macht. Merken Sie sich den letzten vergebenen Wert. Eine SSCC darf laut GS1 frühestens ein Jahr nach dem Versand erneut vergeben werden, und dieses Werkzeug speichert nichts.
Auf dem Etikett steht die SSCC als GS1-128-Strichcode mit dem Datenbezeichner (00) davor. Die Vorschau zeigt genau diese Form. Bei Lieferungen an große Handelsketten gilt zusätzlich das GS1-Transportetikett mit festem Aufbau. Das kann dieses Werkzeug nicht vollständig erzeugen.
Grenzen
Das Werkzeug prüft nur die Rechnung, nicht die Vergabe. Ob eine Nummer existiert und wem sie gehört, zeigt der Dienst „Verified by GS1“. Er hat Ende 2023 die frühere Datenbank GEPIR abgelöst. Alle Eingaben bleiben in Ihrem Browser; es wird nichts übertragen. Die Prüfziffer von Kontonummern funktioniert anders, dafür gibt es den IBAN-Prüfer.