Steuernummer umwandeln in einem Schritt
Auf dem Steuerbescheid steht die Steuernummer in der Schreibweise Ihres Bundeslands, etwa 133/8150/8159 in Nordrhein-Westfalen oder 181/815/08155 in Bayern. ELSTER, Buchhaltungsprogramme und viele Formulare für die E-Rechnung verlangen dagegen 13 Ziffern ohne Trennzeichen. Den Unterschied macht die Finanzamtsnummer: Das bundesweite Verfahren braucht sie vollständig, auf dem Bescheid steht sie verkürzt oder gar nicht.
Wählen Sie oben das Bundesland Ihres Finanzamts und tippen Sie die Nummer so ab, wie sie auf dem Bescheid steht. Schrägstriche und Leerzeichen dürfen mit. Das Ergebnis erscheint beim Tippen. Lassen Sie das Bundesland auf „Automatisch erkennen“, probiert das Werkzeug alle Länder durch und zeigt, welche zu Länge, Finanzamt und Prüfziffer passen. Geben Sie 13 Ziffern ein, läuft der Rückweg: Das Werkzeug erkennt das Land an der Finanzamtsnummer und zeigt die Schreibweise vom Bescheid.
Aufbau der 13-stelligen Steuernummer
Das ELSTER-Format ist nach Kapitel 3 der ELSTER-Spezifikation in allen Ländern gleich aufgebaut: FFFF0BBBUUUUP. In Nordrhein-Westfalen ist die Bezirksnummer eine Stelle länger und die Unterscheidungsnummer eine kürzer: FFFF0BBBBUUUP.
- FFFF: vierstellige Bundesfinanzamtsnummer. Die ersten Ziffern stehen für das Land, zum Beispiel 28 für Baden-Württemberg, 9 für Bayern, 5 für Nordrhein-Westfalen.
- 0: feste Null an fünfter Stelle.
- BBB: Bezirksnummer innerhalb des Finanzamts.
- UUUU: Unterscheidungsnummer, Ihre laufende Nummer im Bezirk.
- P: Prüfziffer.
Ein Beispiel: Aus 133/8150/8159 in Nordrhein-Westfalen wird 5133081508159. Vor die drei Ziffern des Finanzamts kommt die Landesziffer 5, das ergibt die Finanzamtsnummer 5133. Dann folgt die feste 0, die vierstellige Bezirksnummer 8150 und 8159 aus Unterscheidungsnummer und Prüfziffer. Die Prüfziffer 9 rechnet NRW nach dem 11er-Verfahren: Die ersten zwölf Ziffern werden mit den Faktoren 0, 3, 2, 1, 0, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1 multipliziert und summiert. Das ergibt 5·0 + 1·3 + 3·2 + 3·1 + 0 + 8·7 + 1·6 + 5·5 + 0·4 + 8·3 + 1·2 + 5·1 = 130. Der Rest von 130 geteilt durch 11 ist 9.
Formate aller Bundesländer
Die Schreibweise auf dem Bescheid unterscheidet sich je Land. Die Tabelle folgt der Tabelle 4-1 der ELSTER-Spezifikation (F = Finanzamt, B = Bezirk, U = Unterscheidungsnummer, P = Prüfziffer):
| Bundesland | Auf dem Bescheid | ELSTER-Format | Prüfverfahren |
|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | FFBBB/UUUUP | 28FF0BBBUUUUP | 2er |
| Bayern | FFF/BBB/UUUUP | 9FFF0BBBUUUUP | 11er |
| Berlin | FF/BBB/UUUUP | 11FF0BBBUUUUP | 11er (Berlin-A/B) |
| Brandenburg | FFF/BBB/UUUUP | 3FFF0BBBUUUUP | 11er |
| Bremen | FF BBB UUUUP | 24FF0BBBUUUUP | 11er |
| Hamburg | FF/BBB/UUUUP | 22FF0BBBUUUUP | 11er |
| Hessen | 0FF BBB UUUUP | 26FF0BBBUUUUP | 2er |
| Mecklenburg-Vorpommern | FFF/BBB/UUUUP | 4FFF0BBBUUUUP | 11er |
| Niedersachsen | FF/BBB/UUUUP | 23FF0BBBUUUUP | 11er |
| Nordrhein-Westfalen | FFF/BBBB/UUUP | 5FFF0BBBBUUUP | 11er (NRW) |
| Rheinland-Pfalz | FF/BBB/UUUUP | 27FF0BBBUUUUP | modifiziertes 11er |
| Saarland | FFF/BBB/UUUUP | 1FFF0BBBUUUUP | 11er |
| Sachsen | FFF/BBB/UUUUP | 3FFF0BBBUUUUP | 11er |
| Sachsen-Anhalt | FFF/BBB/UUUUP | 3FFF0BBBUUUUP | 11er |
| Schleswig-Holstein | FF/BBB/UUUUP | 21FF0BBBUUUUP | 2er |
| Thüringen | FFF/BBB/UUUUP | 4FFF0BBBUUUUP | 11er |
Drei Besonderheiten nennt die Spezifikation selbst. In Hessen lassen Steuerberater die führende 0 oft weg, das Werkzeug akzeptiert beide Formen. In Bayern verzichten manche Finanzämter auf die drei Ziffern des Finanzamts; dann wählen Sie es aus der Liste, die das Werkzeug einblendet. In Rheinland-Pfalz stand die Prüfziffer früher nach einem eigenen Schrägstrich (99/815/0815/2), auch das wird erkannt. Schleswig-Holstein trennt seit dem Wechsel in den EOSS-Verbund mit Schrägstrichen statt Leerzeichen.
Steuernummer, Steuer-ID und USt-IdNr. unterscheiden
Die Steuernummer gehört zu einem Steuerfall bei einem bestimmten Finanzamt. Die steuerliche Identifikationsnummer hat 11 Ziffern und gehört lebenslang zu Ihnen als Person; prüfen können Sie sie mit Steuer-ID prüfen. Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer beginnt mit DE und neun Ziffern und ist für Geschäfte mit Unternehmen in anderen EU-Staaten gedacht, dafür gibt es USt-IdNr. prüfen. Eine Steuernummer lässt sich weder in die Steuer-ID noch in die USt-IdNr. umrechnen.
Wo ELSTER und Software das 13-stellige Format verlangen
Das 13-stellige Format brauchen Sie bei der Registrierung in Mein ELSTER, in Lohn- und Buchhaltungsprogrammen und bei Schnittstellen, die Daten an die Finanzverwaltung schicken, etwa für die Umsatzsteuer-Voranmeldung. Auf Rechnungen dagegen genügt die Steuernummer in der Form vom Bescheid. Bei einer E-Rechnung oder mit dem Rechnungsgenerator können Sie beide Formen verwenden, solange die Nummer stimmt.
Typische Fehler und Grenzen
Häufig sind vertauschte Ziffern, eine fehlende Ziffer in der Unterscheidungsnummer oder das falsche Land bei der Auswahl. Bei einer falschen Prüfziffer zeigt das Werkzeug keine „korrigierte“ Nummer an, weil eine geratene Steuernummer mehr schadet als nützt. Gleichen Sie die Ziffern lieber mit dem Bescheid ab.
Die Prüfung ist rein formal: Sie zeigt, ob eine Nummer so gebildet sein kann und ob das Finanzamt in der ELSTER-Liste vom 01.09.2026 steht. Ob die Nummer vergeben ist und Ihnen gehört, weiß nur das Finanzamt. Bei der automatischen Erkennung können manche Ziffernfolgen in mehreren Ländern gültig sein; das Werkzeug nennt dann alle und bittet Sie, das Land zu wählen. Die Spezifikation prüfen wir einmal im Jahr auf Änderungen.