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Turnier & Spielabend

Turnier im Schweizer System auslosen

Lost Runde für Runde Paarungen im Schweizer System aus (gleich starke Spieler gegeneinander, keine Wiederholung, Freilos), rechnet Buchholz und Feinwertung nach FIDE C.07 und druckt Paarungs- und Ranglisten, für Schach, Dart, Boule und Tischtennis.

Von Marvin Mörsberger Zuletzt geprüft: 08.10.2026 Grundlage: FIDE Handbook C.04.1: Basic rules for Swiss Systems, gültig ab 01.02.2026 (abgerufen 08.10.2026) Läuft in Ihrem Browser, ohne Upload

1. Teilnehmer

2. Regeln

Farbe von Nr. 1 in Runde 1
Feinwertung bei Punktgleichheit (Reihenfolge)
  • 1. Buchholz
  • 2. Buchholz mit Streichergebnis
  • 3. Sonneborn-Berger

3. Turnier starten

10 Teilnehmer, 5 Runden.

Schweizer System in drei Schritten

  1. Teilnehmer eintragen: Einen Namen je Zeile. Wer eine Wertungszahl hat (DWZ, Elo, Vereinsrangliste), schreibt sie nach einem Semikolon dahinter, etwa „Anna Weber; 1850“. Daraus entsteht die Setzliste: die höchste Wertung bekommt die Startnummer 1. Ohne Zahlen gilt die Reihenfolge der Liste.
  2. Regeln festlegen: Rundenzahl, Punkte für Sieg, Remis, Niederlage und Freilos, Farbausgleich ja oder nein und die Reihenfolge der Feinwertungen.
  3. Runde für Runde auslosen: Ergebnisse eintragen, dann die nächste Runde auslosen. Die Rangliste rechnet sofort mit. Paarungsliste und Rangliste gibt es als PDF zum Aushängen.

Das Schweizer System passt, wenn zu viele Teilnehmer für ein Rundenturnier da sind. Bei 30 Spielern bräuchte „jeder gegen jeden“ 29 Runden. Im Schweizer System reichen 6, weil in jeder Runde Spieler mit gleich vielen Punkten aufeinandertreffen. Für kleine Felder bis etwa 10 Teilnehmer ist der Turnierplan „jeder gegen jeden“ meist die bessere Wahl.

Wie gepaart wird

In Runde 1 wird die Setzliste halbiert. Die obere Hälfte spielt gegen die untere: Nummer 1 gegen den Ersten der unteren Hälfte, Nummer 2 gegen den Zweiten und so weiter. Bei 8 Spielern ergibt das die Paarungen 1–5, 6–2, 3–7 und 8–4. Die Farbe von Nummer 1 wird ausgelost; Spieler mit ungerader Startnummer bekommen diese Farbe, die mit gerader die andere (C.04.3, Art. 5.2.5). Im Beispiel hat Nummer 1 Weiß.

Ab Runde 2 bilden Spieler mit gleicher Punktzahl eine Gruppe. Innerhalb jeder Gruppe spielt wieder die obere Hälfte gegen die untere. Bleibt in einer Gruppe jemand übrig, rutscht er in die nächsttiefere. Zwei Grundregeln gelten immer (C.04.1, Art. 2 und 4): Niemand spielt zweimal gegen denselben Gegner, und niemand bekommt zweimal ein Freilos.

Mit Farbausgleich achtet das Werkzeug zusätzlich auf Art. 6 und 7: Niemand hat mehr als zwei Weißpartien mehr als Schwarzpartien (oder umgekehrt), und niemand spielt dreimal hintereinander dieselbe Farbe. Zwei Spieler, die beide zwingend Weiß bräuchten, werden nicht gegeneinander gelost. Findet sich so keine Paarung, lockert das Werkzeug die Farbregeln und sagt es Ihnen. Eine Wiederholung lässt es nie zu. Geht gar nichts mehr, meldet es „Keine regelgerechte Paarung mehr möglich“.

Was vereinfacht ist: Die FIDE beschreibt im holländischen System (C.04.3) genau, in welcher Reihenfolge Paarungen innerhalb einer Gruppe vertauscht werden und welche Paarung bei mehreren Möglichkeiten die beste ist. Diese Austauschregeln und die Sonderregeln für Spitzenreiter in der letzten Runde sind hier nicht vollständig umgesetzt. Das Werkzeug nimmt die erste regelgerechte Paarung in der Reihenfolge „obere gegen untere Hälfte, dann die Nachbarn, dann tiefere Punktgruppen“. Es ist kein von der FIDE bestätigtes Paarungsprogramm. Für Turniere, die zur Elo- oder DWZ-Auswertung gemeldet werden, nutzen Sie Swiss-Manager oder JaVaFo. Für Vereinsabende, Schulturniere, Dart, Boule und Tischtennis reichen die Grundregeln.

Freilos

Bei ungerader Teilnehmerzahl bleibt jede Runde einer ohne Gegner. Das Freilos geht an den am niedrigsten platzierten Spieler der untersten Punktgruppe, der noch keines hatte, soweit die übrigen Paarungen es zulassen. Wer schon kampflos gewonnen hat, ist ebenfalls ausgeschlossen (C.04.1, Art. 4). Das Freilos bringt so viele Punkte wie ein Sieg, außer Sie legen vorher etwas anderes fest. Bei 5 Spielern bekommt in Runde 1 die Nummer 5 das Freilos, in Runde 2 jemand anderes.

Buchholz und Feinwertung

Haben zwei Spieler gleich viele Punkte, entscheiden die Feinwertungen in der Reihenfolge, die Sie festlegen. Gerechnet wird nach den FIDE-Regeln für Feinwertungen (C.07, gültig ab 1. März 2026):

  • Buchholz (Art. 8.1): die Summe der Punkte aller Gegner. Ein Spieler hatte drei Gegner, die am Ende 2, 1 und 3 Punkte haben. Seine Buchholz beträgt 2 + 1 + 3 = 6.
  • Buchholz mit Streichergebnis (Art. 14.1): wie oben, ohne den schwächsten Gegner. Im Beispiel 6 − 1 = 5.
  • Sonneborn-Berger (Art. 9.1): Für jede Partie wird die Punktzahl des Gegners mit den eigenen Punkten aus dieser Partie malgenommen. Siege gegen starke Gegner zählen viel, Niederlagen nichts.
  • Anzahl Siege (Art. 7.1): Runden mit Siegpunkten, auch kampflos oder per Freilos.
  • Direkter Vergleich (Art. 6): die Punkte der Punktgleichen untereinander. Das Werkzeug wendet ihn nur an, wenn alle Punktgleichen gegeneinander gespielt haben. Die Teilregel 6.3 für unvollständige Vergleiche ist nicht umgesetzt; die Spalte zeigt dann „–“.

Kampflose Partien, Freilose und Runden nach einem Rückzug behandelt das Werkzeug nach Art. 16. Für die Wertung der Gegner zählt ein zurückgezogener Spieler in den Runden nach dem Rückzug so, als hätte er remis gespielt. Für die eigene Buchholz gilt in einer Runde ohne Partie ein gedachter Gegner mit der eigenen Punktzahl, gedeckelt nach Art. 16.4.

Wie viele Runden?

Die FIDE legt keine Zahl fest. Verbreitet ist diese Faustregel: Rundenzahl so wählen, dass 2 hoch Rundenzahl mindestens die Teilnehmerzahl ergibt, dann eine Runde dazu. Bei 10 Teilnehmern ergibt das 4 + 1 = 5 Runden, bei 100 Teilnehmern 7 + 1 = 8. Mit weniger Runden können zwei Spieler mit voller Punktzahl enden, die nie gegeneinander gespielt haben. Mehr Runden als „Teilnehmer minus 1“ (bei ungerader Zahl: Teilnehmer) gehen nicht, weil sonst Gegner wiederholt werden müssten. Bei 3 Spielern sind also höchstens 3 Runden möglich.

Typische Fehler und wie das Werkzeug sie abfängt

Ein Ergebnis wird nachträglich korrigiert, obwohl die nächste Runde schon ausgelost ist: Die Paarungen bleiben stehen, Sie bekommen einen Hinweis und können die letzte Runde neu auslosen, solange dort noch kein Ergebnis steht. Ein Spieler reist ab: Über „Teilnehmer zieht zurück“ wird er ab der nächsten Runde nicht mehr gepaart, seine bisherigen Ergebnisse bleiben. Während der Auslosung sind die Eingaben gesperrt; die Paarung läuft in einem eigenen Hintergrundprozess des Browsers, auch bei 200 Teilnehmern in Sekundenbruchteilen.

Grenzen: Elo-gewertete Turniere

Für gewertete Schachturniere verlangen die Verbände ein bestätigtes Paarungsprogramm und ein Meldeformat, das dieses Werkzeug nicht liefert. Nutzen Sie es für Vereinsmeisterschaften ohne Wertung, Schnellschach am Vereinsabend, Schulschach, Dart-Ligen und Boule-Turniere. Zum Abschluss erstellen Sie mit einem Klick Siegerurkunden aus der Rangliste. Für den Skatabend gibt es die Skatliste mit Seeger-Fabian-Wertung.

Häufige Fragen

Wie viele Runden braucht ein Schweizer-System-Turnier?

Eine gängige Faustregel lautet: so viele Runden, dass 2 hoch Rundenzahl mindestens die Teilnehmerzahl ergibt, plus eine Runde. Für 10 Teilnehmer sind das 5 Runden, für 100 Teilnehmer 8. Die FIDE schreibt keine Zahl vor, sie muss nur vor dem Turnier feststehen.

Was ist die Buchholz-Wertung?

Die Summe der Punkte aller Gegner. Wer gegen starke Gegner gespielt hat, liegt bei Punktgleichheit vorn. Bei der Buchholz mit Streichergebnis fällt der schwächste Gegner heraus.

Wer bekommt das Freilos?

Bei ungerader Teilnehmerzahl der am niedrigsten platzierte Spieler der untersten Punktgruppe, der noch kein Freilos hatte und noch nicht kampflos gewonnen hat. Jeder bekommt höchstens ein Freilos, es zählt so viel wie ein Sieg.

Geht das auch für Dart, Boule oder Skat?

Für Dart und Boule ja: Schalten Sie den Farbausgleich ab und stellen Sie die Punkte ein, etwa 2 für einen Sieg und 1 für ein Unentschieden. Für Skat nicht, denn das Werkzeug bildet nur Zweierpaarungen. Skat wird an Dreier- und Vierertischen gespielt, dafür gibt es die Skatliste mit Tischauslosung.

Ist das FIDE-konform?

Die Paarungen folgen den Grundregeln aus C.04.1. Das Werkzeug ist aber kein von der FIDE bestätigtes Paarungsprogramm. Für Turniere mit Elo-Auswertung nutzen Sie Swiss-Manager oder JaVaFo.

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Quellen

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