Audiodateien in drei Schritten zusammenfügen
Ziehen Sie alle Dateien auf einmal in das Feld oben oder tippen Sie es an und wählen Sie mehrere aus. Jede Datei erscheint als eigene Zeile mit Länge, Abtastrate und gemessener Lautheit. Die Reihenfolge ändern Sie mit der Maus durch Ziehen oder mit den Pfeil-Knöpfen rechts in jeder Zeile. Die Knöpfe funktionieren auch mit der Tastatur und am Handy.
Im zweiten Schritt legen Sie Überblendung, Pause und Lautstärke fest. Die Vorschau darunter zeigt das spätere Ergebnis als Wellenform. Die Teile sind abwechselnd eingefärbt und nummeriert, schraffierte Flächen markieren die Überblendungen. Im dritten Schritt wählen Sie das Format und klicken auf „Zusammenfügen“. Sie erhalten eine Datei zum Anhören und Herunterladen, dazu eine Kapitel-Liste mit der Startzeit jedes Teils.
Ein Rechenbeispiel: Eine Musikdatei mit 60 Sekunden (44,1 kHz, Stereo) und eine Sprachaufnahme mit 30 Sekunden (48 kHz, Mono) ergeben ohne Überblendung genau 1:30,0. Das Ergebnis hat die Abtastrate der ersten Datei, also 44,1 kHz, und ist Stereo. Die Mono-Aufnahme liegt dann auf beiden Kanälen gleich laut. Mit 2 Sekunden Überblendung überlappen sich die Teile, die Datei wird 1:28,0 lang.
Damit Sie sofort etwas sehen, ist ein Beispiel geladen: drei erzeugte Töne mit 8, 7 und 6 Sekunden. Bei 1 Sekunde Überblendung entstehen zwei Übergänge, das Ergebnis dauert 19 Sekunden. Sobald Sie eigene Dateien hinzufügen, verschwindet das Beispiel.
Überblendung und Pausen
Bei einer Überblendung wird das Ende des einen Teils leiser, während der nächste lauter wird. Beide laufen dabei gleichzeitig. Das Werkzeug nutzt eine gleichleistende Blende: Der eine Teil folgt einer Kosinus-, der andere einer Sinuskurve. So bleibt die Gesamtlautstärke in der Mitte des Übergangs gleich, statt kurz einzubrechen. Jede Überblendung verkürzt das Ergebnis um ihre Länge. Sie ist höchstens halb so lang wie der kürzere der beiden Teile, damit kein kurzer Teil ganz verschwindet.
Für Musik passen 2 bis 4 Sekunden. Bei Sprachnachrichten wirkt eine harte Grenze oder eine kurze Pause natürlicher. Stellen Sie eine Pause ein, überlappen sich die Teile nicht mehr. Die Überblendung wirkt dann als Ausblenden am Ende und Einblenden am Anfang, dazwischen liegt Stille.
Lautstärke angleichen (LUFS einfach erklärt)
Wer Aufnahmen aus verschiedenen Quellen verbindet, kennt das Problem: Die eine Sprachnachricht ist kaum zu hören, die nächste dröhnt. Der Spitzenpegel hilft hier wenig, denn ein einzelnes Knacken kann ihn bestimmen. Rundfunk und Streamingdienste messen deshalb die Lautheit nach der Empfehlung ITU-R BS.1770-4. Die Einheit heißt LUFS. Ein Unterschied von 1 LU entspricht 1 dB.
Die Messung bildet das Gehör nach. Ein Filter dämpft tiefe Töne und hebt die Höhen leicht an. Dann wird die Energie in Blöcken von 400 Millisekunden gemessen, die sich zu drei Vierteln überlappen. Blöcke unter −70 LUFS zählen nicht, ebenso Blöcke, die mehr als 10 LU unter dem Durchschnitt liegen. Pausen und Stille verfälschen das Ergebnis also nicht. Das Werkzeug misst jeden Teil einzeln und bringt ihn auf das Ziel: −16 LUFS für Sprache oder −14 LUFS für Musik. Beide Werte sind keine Norm, sondern verbreitete Praxis bei Podcasts und Musik-Streaming. Die EBU-Empfehlung R 128 nennt −23 LUFS; das gilt für Fernsehen und Radio und klingt am Handy zu leise. Die Messung ist mit den Testsignalen der EBU geprüft: Ein Sinuston mit 1 kHz und −23 dBFS ergibt −23,0 LUFS.
Wird eine leise Aufnahme stark angehoben, könnten Spitzen über die Vollaussteuerung ragen. Deshalb begrenzt das Werkzeug den Pegel auf −1 dBTP. Gemessen wird dabei der echte Spitzenwert zwischen den Abtastwerten (True Peak), mit vierfacher Überabtastung nach Anhang 2 der Norm. Die Anhebung ist auf 30 dB beschränkt, mehr würde bei fast stillen Dateien nur Rauschen verstärken. Nach dem Zusammenfügen zeigt das Ergebnis die gemessene Lautheit und den höchsten Spitzenwert an. Wer nur eine zu leise MP3 lauter machen möchte, lädt eine einzige Datei und wählt „Sprache“ oder „Musik“.
WhatsApp-Sprachnachrichten zusammenfügen
Sprachnachrichten aus WhatsApp speichern Sie über „Teilen“ oder „Exportieren“ als Datei mit der Endung .opus. Chrome, Edge und Firefox lesen dieses Format direkt. Safari auf iPhone und Mac kann Opus nicht in jeder Version öffnen. In dem Fall nennt das Werkzeug die betroffene Datei, überspringt sie und fügt die übrigen trotzdem zusammen. Sie können die Datei vorher mit dem Datei-Converter in MP3 umwandeln oder ein anderes Gerät nehmen.
Mehrere Nachrichten in einer Datei lassen sich bequemer weitergeben und archivieren. Wollen Sie den Inhalt als Text, fügen Sie die Nachrichten erst zusammen und lassen die Datei dann mit Sprachnachricht in Text abschreiben. Für längere Gespräche mit mehreren Personen eignet sich Interview transkribieren. Die Kapitel-Liste hilft beim Wiederfinden, weil sie die Startzeit jeder Nachricht mit dem Dateinamen nennt.
Welches Ausgabeformat?
MP3 spielt jedes Gerät ab, vom Autoradio bis zum alten Handy. 192 kbit/s reichen für Musik, für reine Sprache genügen 128 kbit/s. Kodiert wird mit dem Open-Source-Encoder LAME (Lizenz LGPL), den die Erweiterung @mediabunny/mp3-encoder als WebAssembly mitbringt. Er liegt als eigene Datei neben der Seite und wird erst geladen, wenn Sie MP3 wählen. M4A (AAC) ist bei gleicher Bitrate etwas besser und das übliche Format auf Apple-Geräten. Manche Safari-Versionen kodieren mit weniger Bitrate als verlangt; das Ergebnis weist dann darauf hin. WAV ist unkomprimiert und verlustfrei, aber etwa zehnmal so groß wie eine MP3. Nehmen Sie WAV, wenn Sie die Datei danach noch bearbeiten.
Grenzen: Jede Datei darf bis zu 15 Minuten lang und 500 MB groß sein. Eine 15-Minuten-Datei belegt beim Verarbeiten rund 1,3 GB Arbeitsspeicher, deshalb ist die Grenze nicht höher. Die Teile werden nacheinander verarbeitet und sofort kodiert, deshalb gehen auch 20 Dateien mit je 5 Minuten. Videos liefern nur ihre Tonspur; ein Video ohne Ton meldet das Werkzeug und lässt es aus. Einen Ausschnitt als Klingelton schneiden Sie mit Klingelton erstellen, einzelne WAV-Dateien wandeln Sie mit WAV in MP3 um.