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Klingelton erstellen für iPhone und Android

Schneidet aus einem eigenen Lied oder einer Sprachaufnahme einen Klingelton (bis 40 Sekunden, mit Ein- und Ausblenden) und speichert ihn als .m4r fürs iPhone oder .mp3/.ogg für Android, ohne Upload.

Von Marvin Mörsberger Zuletzt geprüft: 08.10.2026 Grundlage: Apple, GarageBand-Handbuch: Songs als Klingelton teilen („bis zu 40 Sekunden“) Läuft in Ihrem Browser, ohne Upload

1. Lied oder Aufnahme wählen

MP3, M4A, WAV, OGG oder ein Video (MP4, MOV vom iPhone). Es wird nur die Tonspur verwendet, nichts wird hochgeladen.

Audio- oder Videodatei hierher ziehen oder antippenDie Datei bleibt auf Ihrem Gerät.

Klingelton in drei Schritten

Ziehen Sie ein Lied, eine Sprachaufnahme oder ein Video in das Feld oben. Aus Videos nimmt das Werkzeug nur die Tonspur, das Bild wird verworfen. Danach sehen Sie die Wellenform der ganzen Datei. Lautere Stellen sind höher, Pausen flach. So finden Sie den Refrain meist auf einen Blick.

Ziehen Sie die beiden Griffe an Anfang und Ende des gewünschten Ausschnitts. Den markierten Bereich können Sie auch als Ganzes verschieben. Mit dem runden Knopf hören Sie den Ausschnitt so, wie er später klingt, also schon mit Blenden und angeglichener Lautstärke. Zum Schluss wählen Sie das Zielgerät und laden die Datei herunter.

Ein Beispiel ist vorbelegt: Die Beispielmelodie ist von Sekunde 2 bis 47 markiert, also 45 Sekunden. Fürs iPhone kürzt das Werkzeug den Ausschnitt auf 40 Sekunden (Ende bei 0:42,0) und zeigt einen Hinweis. Mit 0,5 Sekunden Einblenden und 2 Sekunden Ausblenden entsteht eine .m4r-Datei von 0,7 bis 1 MB, je nach Browser.

Was beim Erstellen passiert

Der Browser dekodiert die Datei mit der eingebauten Web-Audio-Schnittstelle auf 44,1 kHz. Klappt das nicht, etwa bei manchen MOV-Videos, übernimmt die Bibliothek Mediabunny und liest nur die Tonspur. Mehr als zwei Kanäle werden zu Stereo zusammengelegt.

„Lautstärke angleichen“ hebt oder senkt den Ausschnitt so, dass die lauteste Stelle bei −1 dBFS liegt, also knapp unter der Vollaussteuerung. Leise Sprachaufnahmen werden dadurch hörbar lauter, ohne zu verzerren. Die Blenden verlaufen quadratisch: Der Faktor ist das Quadrat der Zeit, am Rand genau null. Bei 2 Sekunden Ausblenden liegt das letzte Zehntel einer voll ausgesteuerten Aufnahme unter −50 dBFS. Eine gerade Rampe wäre dort noch bei etwa −34 dBFS und würde hörbar abreißen.

Fürs iPhone kodiert das Werkzeug AAC-LC in einen MP4-Container und setzt im Dateikopf die Marke „M4A “, wie sie auch Klingeltöne aus iTunes tragen. Die Endung .m4r sagt dem iPhone, dass es sich um einen Klingelton handelt. Verlangt werden 192 kbit/s; der in Chrome eingebaute Encoder liefert je nach Material eher 130 bis 150 kbit/s, was für einen Klingelton reicht. Für Android entsteht eine MP3 mit 192 kbit/s oder eine Ogg-Datei mit Opus und 128 kbit/s.

Aufs iPhone bringen

Mit dem Mac

Verbinden Sie das iPhone per Kabel, öffnen Sie den Finder und wählen Sie links das iPhone. Ziehen Sie die .m4r-Datei in das Fenster. Der Ton erscheint sofort am iPhone unter Einstellungen › Töne & Haptik › Klingelton.

Mit Windows

Öffnen Sie iTunes, verbinden Sie das iPhone und klicken Sie oben auf das iPhone-Symbol. Ziehen Sie die Datei in den Bereich „Auf meinem Gerät“. iTunes legt sie dort unter „Töne“ ab.

Nur mit dem iPhone

Ohne Computer geht es über GarageBand: Datei in der Dateien-App speichern, in GarageBand ein Audio-Projekt anlegen, die Datei über das Schleifen-Symbol einfügen und das Projekt unter „Meine Songs“ über Teilen › Klingelton exportieren. Für diesen Weg reicht auch die MP3 aus diesem Werkzeug.

Auf Android einstellen

Kopieren Sie die MP3 oder Ogg-Datei per USB-Kabel oder aus der Cloud in den Ordner Ringtones im internen Speicher. Diesen Ordner sieht Android als Ablage für Klingeltöne vor. Danach finden Sie den Ton unter Einstellungen › Töne › Klingelton. Bei Samsung heißt der Punkt „Töne und Vibration“; dort können Sie mit „+“ auch eine Datei aus einem beliebigen Ordner wählen.

MP3 spielt jedes Android-Handy ab. Ogg mit Opus ist bei gleicher Qualität kleiner, wird aber von sehr alten Geräten nicht immer erkannt.

Wie lang darf ein Klingelton sein?

Apple schreibt im GarageBand-Handbuch: Ein Klingelton kann bis zu 40 Sekunden lang sein. Was mit längeren Dateien geschieht, dokumentiert Apple nicht; oft tauchen sie in der Klingelton-Liste gar nicht auf. Das Werkzeug kürzt eine längere Auswahl deshalb am Ende auf 40 Sekunden, sobald Sie „iPhone“ wählen. AAC-Dateien enthalten am Anfang einige Vorlauf-Pakete, und das letzte Paket wird aufgefüllt. Damit die fertige Datei laut Dateikopf nicht über 40,0 Sekunden liegt, endet ein Ton, der die Grenze ganz ausschöpft, 0,12 Sekunden früher. Android hat keine solche Grenze. Ein Anruf klingelt aber selten länger als 30 Sekunden, bevor die Mailbox übernimmt.

Welche Lieder dürfen es sein?

Für den eigenen Klingelton dürfen Sie Musik verwenden, die Sie rechtmäßig besitzen, etwa gekaufte MP3-Dateien oder eigene CDs. Verteilen oder verkaufen dürfen Sie den fertigen Ton nicht. Titel aus Streamingdiensten wie Spotify oder Apple Music sind kopiergeschützt; sie lassen sich nicht als Datei öffnen. Sprachaufnahmen, eigene Musik und gemeinfreie Stücke sind unproblematisch.

Typische Fehler und Grenzen

  • Ton zu kurz gewählt: Unter 10 Sekunden wiederholt das Handy den Ton ständig. 20 bis 30 Sekunden klingen ruhiger.
  • Leise Aufnahme: Lassen Sie „Lautstärke angleichen“ eingeschaltet. Ohne Angleichen bleibt der Pegel des Originals.
  • Große Videos: Dateien bis 500 MB und Aufnahmen bis 15 Minuten werden gelesen. Bei längeren Videos schneiden Sie vorher grob mit Video schneiden oder ziehen die Tonspur mit MP4 in MP3 umwandeln.
  • Browser ohne AAC-Encoder: Kann der Browser kein AAC erzeugen, nutzt das Werkzeug einen mitgelieferten AAC-Encoder (FFmpeg als WebAssembly). Dasselbe passiert, wenn Safari die verlangte Bitrate deutlich unterschreitet (im Test 41 statt 192 kbit/s). Scheitert auch der mitgelieferte Encoder, erhalten Sie eine MP3 und einen Hinweis. Die MP3 bringen Sie über GarageBand aufs iPhone.
  • Ogg im Safari: Nicht jeder Safari kann Opus erzeugen. Dann wählen Sie MP3.
  • FLAC am iPhone: Safari liest kein FLAC. Wandeln Sie solche Dateien am Computer in Chrome, Edge oder Firefox.

WAV-Dateien vom Diktiergerät wandeln Sie ohne Schnitt mit WAV in MP3 um.

Häufige Fragen

Warum taucht mein Klingelton am iPhone nicht auf?

Meist ist der Ton länger als 40 Sekunden oder die Datei endet nicht auf .m4r. Beides erledigt dieses Werkzeug. Prüfen Sie außerdem, ob die Datei wirklich auf das iPhone kopiert wurde: Im Finder bzw. in iTunes muss das iPhone ausgewählt sein, bevor Sie die Datei hineinziehen.

Geht das ohne GarageBand?

Ja. Sie erstellen die .m4r-Datei hier im Browser und übertragen sie per Kabel über den Finder (Mac) oder iTunes (Windows). GarageBand brauchen Sie nur, wenn Sie den Ton ganz ohne Computer aufs iPhone bringen wollen.

Kann ich Lieder aus Spotify oder Apple Music nehmen?

Nein. Gestreamte Titel sind kopiergeschützt (DRM) und liegen nicht als normale Datei auf dem Gerät. Nehmen Sie eigene Aufnahmen oder gekaufte Musik ohne Kopierschutz, zum Beispiel MP3-Käufe.

Wie lang darf ein Klingelton sein?

Fürs iPhone höchstens 40 Sekunden, so steht es im GarageBand-Handbuch von Apple. Android setzt keine feste Grenze; 20 bis 30 Sekunden reichen, weil ein Anruf selten länger klingelt.

Wird meine Datei hochgeladen?

Nein. Das Werkzeug liest, schneidet und kodiert die Datei in Ihrem Browser. Es gibt keinen Server, der sie empfängt; nach dem Schließen des Tabs ist alles gelöscht.

Quellen

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