Fotos in drei Schritten umbenennen
Ziehen Sie Ihre Fotos und Videos oder einen ganzen Ordner auf die Ablage. Das Werkzeug liest aus jeder Datei das Aufnahmedatum und zeigt sofort eine Vorschau: links der alte Name, rechts der neue, darunter Zeitpunkt und Herkunft des Datums. Wählen Sie ein Namensmuster und laden Sie das Ergebnis als ZIP herunter. Im ZIP liegt zusätzlich die Datei umbenennung.csv, die jeden alten und neuen Namen auflistet.
Ein Beispiel: IMG_4711.JPG vom iPhone wurde am 14. Juli 2026 um 15:32:08 Uhr aufgenommen. Mit dem Standardmuster heißt die Datei danach 2026-07-14_15-32-08.jpg. Hat ein zweites Handy in derselben Sekunde ausgelöst, wird daraus 2026-07-14_15-32-08_2.jpg. Mit „Beispiel laden“ können Sie genau diesen Fall ausprobieren.
Warum das Datum vorn steht: Jeder Dateimanager sortiert Namen alphabetisch. Beginnt der Name mit Jahr, Monat und Tag in dieser Reihenfolge, ist die alphabetische Reihenfolge zugleich die zeitliche. Das gilt auf Windows, macOS, Android und in jeder Cloud.
Namensmuster
Vier Muster stehen zur Auswahl. Mit einem eigenen Muster setzen Sie die Platzhalter frei zusammen, etwa Urlaub-Kreta_{JJJJ}-{MM}-{TT}_{nr}.
| Platzhalter | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
{JJJJ} {MM} {TT} | Jahr, Monat, Tag der Aufnahme | 2026 07 14 |
{hh} {mm} {ss} | Stunde, Minute, Sekunde | 15 32 08 |
{nr} | laufende Nummer nach Aufnahmezeit, mindestens dreistellig; ohne Uhrzeit im Muster zählt sie je Tag neu | 001 |
{name} | bisheriger Dateiname ohne Endung | IMG_4711 |
{kamera} | Hersteller und Modell aus den EXIF-Daten | Apple-iPhone-15 |
Die Dateiendung bleibt erhalten und wird kleingeschrieben, aus .JPG wird .jpg. Zeichen, die Windows in Dateinamen verbietet, etwa Doppelpunkt und Schrägstrich, ersetzt das Werkzeug durch einen Unterstrich.
Fotos aus mehreren Handys zusammenführen
Nach einem Urlaub mit drei Geräten liegen oft Hunderte Fotos mit Namen wie IMG_4711, PXL_20260714_133208 und DSC00012 durcheinander. Nach dem Umbenennen stehen sie in einem Ordner in der Reihenfolge, in der sie entstanden sind.
Das klappt nur, wenn alle Uhren stimmen. Handys stellen sich über das Netz selbst, Kameras nicht. Viele Kameras laufen nach der Zeitumstellung oder im Ausland eine Stunde falsch. Deshalb listet das Werkzeug jede erkannte Kamera einzeln auf, und Sie können ihre Zeit um Minuten verschieben. Im Beispiel geht die Sony-Kamera eine Stunde nach; mit „60“ rutschen ihre Fotos an die richtige Stelle. Den Versatz finden Sie am einfachsten über ein Motiv, das zwei Geräte gleichzeitig fotografiert haben.
Bei Videos gibt es eine Besonderheit. Die Erstellzeit im MP4-Format (Feld mvhd) steht laut Norm in UTC, also für Deutschland im Sommer zwei Stunden hinter der Uhr. Das Werkzeug rechnet sie in die Zeitzone Ihres Browsers um. iPhone-Videos tragen zusätzlich das Feld com.apple.quicktime.creationdate mit Ortszeit und Zeitzone; ist es vorhanden, gilt dieses.
Woher das Aufnahmedatum kommt
Bei Fotos zählt das EXIF-Feld DateTimeOriginal, der Moment, in dem der Auslöser gedrückt wurde. Fehlt es, nimmt das Werkzeug DateTimeDigitized und danach das allgemeine Feld DateTime, das Bildbearbeitungen beim Speichern überschreiben können. Welche Quelle verwendet wurde, steht in der Vorschau unter jedem Namen. Gelesen werden JPEG, HEIC und AVIF, PNG mit eXIf-Block, WebP, TIFF und DNG sowie MOV, MP4 und 3GP.
Das Werkzeug liest von jeder Datei nur den Anfang, bei Videos zusätzlich den Inhaltsblock am Ende. Deshalb geht das auch bei Tausenden Fotos schnell. Wer sehen möchte, welche Daten sonst noch in einem Foto stecken, etwa der Aufnahmeort, nutzt EXIF-Daten anzeigen und entfernen.
Ohne Aufnahmedatum: was dann
Bildschirmfotos, Bilder aus Messengern und heruntergeladene Grafiken haben oft kein Aufnahmedatum. WhatsApp etwa entfernt die EXIF-Daten beim Versand. Für solche Dateien wählen Sie, ob sie das Änderungsdatum der Datei bekommen oder ihren Namen behalten. Das Änderungsdatum ist unzuverlässig: Kopieren auf einen Stick oder das Herunterladen aus einer Cloud setzt es oft auf den Tag des Kopierens. Die Vorschau markiert solche Dateien deshalb farbig.
Grenzen
Das Werkzeug schreibt die Dateien nicht in den Originalordner zurück, sondern liefert ein ZIP. Entpacken Sie es in einen neuen Ordner und löschen Sie die alten Dateien erst, wenn alles stimmt. Das ZIP entsteht im Arbeitsspeicher; bei sehr großen Sammlungen arbeiten Sie am besten ordnerweise. Für sehr große Fotomengen lohnt es sich, Bilder vorher mit Bild komprimieren zu verkleinern, falls die volle Auflösung nicht gebraucht wird. HEIC-Fotos für ältere Programme wandeln Sie mit HEIC in JPG um. Ein ZIP mit Passwort für den Versand erstellen Sie mit ZIP mit Passwort.