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Wichteln online auslosen

Lost Wichtelpartner geheim aus, auch mit Ausschlüssen (Paare), und gibt jeder Person einen eigenen Link für WhatsApp, ohne Anmeldung, ohne E-Mail und ohne dass ein Server die Zuordnung kennt.

Von Marvin Mörsberger Zuletzt geprüft: 08.10.2026 Grundlage: RFC 3986, Abschnitt 3.5: Fragment-Bezeichner (wird nicht an den Server gesendet) Läuft in Ihrem Browser, ohne Upload

1. Wer macht mit?

Ein Name je Zeile. Nach einem Doppelpunkt darf ein Wunsch stehen. Er erscheint im Los der Person, die schenkt.

2. Rahmen

Wichteln in drei Schritten

  1. Namen eintragen: Einen Namen je Zeile. Wer möchte, ergänzt nach einem Doppelpunkt einen Wunsch, etwa „Carla: etwas für den Garten“. Der Wunsch erscheint bei der Person, die Carla beschenkt.
  2. Auslosen: Der Rechner mischt und ordnet jeder Person genau eine andere Person zu. Niemand zieht sich selbst, und niemand wird zweimal gezogen.
  3. Links verschicken: Jede Person bekommt ihren eigenen Link. Wer ihn öffnet, sieht nur, wen er selbst beschenkt, dazu Wunsch, Budget und Termin.

Ein Beispiel: Ein Team von sechs Leuten wichtelt im Büro. Anna und Ben sind ein Paar und sollen sich nicht gegenseitig ziehen. Die Organisatorin Frieda spielt selbst mit und hakt „Zuordnung nicht anzeigen“ an. Sie sieht nach dem Auslosen sechs Zeilen mit Namen und Knöpfen, aber nicht, wer wen hat. Mit einem Tipp auf „WhatsApp“ geht jeder Link an die richtige Person.

Paare ausschließen

Ins Feld für Ausschlüsse schreiben Sie je Zeile zwei Namen mit Plus dazwischen: „Anna + Ben“. Der Ausschluss gilt in beide Richtungen. Schreiben Sie drei Namen in eine Zeile, etwa eine Familie, darf niemand aus dieser Gruppe ein anderes Mitglied ziehen.

Mit der Option „Keine Überkreuz-Paare“ verhindern Sie, dass zwei Personen sich gegenseitig beschenken. Das macht die Bescherung spannender, weil niemand aus dem eigenen Geschenk schließen kann, wer ihn gezogen hat.

Zu viele Ausschlüsse machen eine Auslosung unmöglich. Ein Beispiel: Bei fünf Personen schließen sich Anna, Ben und Carla als Familie gegenseitig aus. Dann müssten alle drei eine der beiden übrigen Personen beschenken, und das geht nicht. Der Rechner prüft vor dem Auslosen, ob es überhaupt eine erlaubte Zuordnung gibt, und meldet sonst am Feld „Keine Auslosung möglich“, statt ein falsches Ergebnis zu liefern. Die Prüfung ist exakt und dauert auch bei 200 Personen nur Millisekunden. Nur mit der zusätzlichen Option „Keine Überkreuz-Paare“ sucht er begrenzt und sagt dann ehrlich, dass er keine Lösung gefunden hat.

Links per WhatsApp verteilen

Der Knopf „WhatsApp“ öffnet eine vorbereitete Nachricht mit dem Link. Sie wählen nur noch den Chat aus. Statt WhatsApp funktioniert jeder andere Weg, der einen Link übertragen kann: Signal, SMS oder E-Mail. Achten Sie darauf, den Link nicht in einen Gruppenchat zu schicken.

Wer lieber Papier mag, lädt die Wichtelzettel als PDF. Auf jedem Zettel steht oben der Name, in der Mitte die Zuordnung und unten eine Deckklappe. Klappen Sie die Deckklappe nach oben über die Mitte und kleben Sie sie zu. Vier Zettel passen auf eine A4-Seite.

Die Links funktionieren, solange es diese Seite gibt. Sie bleiben in der Nachricht beim Empfänger, nicht bei uns. Kopieren Sie die Links, bevor Sie die Seite schließen; danach sind sie nicht wiederherzustellen.

Was die Verschlüsselung schützt und was nicht

Fairer Zufall. Der Rechner nimmt Zufallszahlen aus der Web-Crypto-Schnittstelle des Browsers. Er mischt alle Namen gleichmäßig und prüft, ob die Mischung die Regeln erfüllt. Wenn nicht, mischt er neu. So ist jede erlaubte Zuordnung gleich wahrscheinlich. Wir haben das getestet: Bei vier Personen gibt es genau neun Zuordnungen, in denen niemand sich selbst zieht. In 18.000 Probeläufen kam jede davon ungefähr 2.000-mal vor. Nur wenn sehr viele Ausschlüsse eine Lösung schwer machen, sucht der Rechner gezielt; dann zeigt er einen Hinweis.

Kein Server. Die Zuordnung steht verschlüsselt im Link hinter dem #-Zeichen. Dieser Teil eines Links heißt Fragment, und Browser senden ihn beim Öffnen nicht an den Server; das legt der Internet-Standard RFC 3986 fest. Skripte, die auf der Seite laufen, können das Fragment aber lesen (RFC 9110, Abschnitt 17.11). Deshalb nimmt die Seite es als Allererstes aus der Adresszeile, bevor Statistik- oder Anzeigenskripte laden; diese sehen nur die Adresse ohne Schlüssel. Die Entschlüsselung macht der Browser der Person, die den Link öffnet.

Verschlüsselt mit eigenem Schlüssel. Jeder Link hat einen eigenen zufälligen 256-Bit-Schlüssel und wird mit AES-GCM verschlüsselt. Den Namen im Link kann man nicht einfach ablesen, und ein beim Kopieren beschädigter Link fällt auf, statt einen falschen Namen anzuzeigen.

Die Grenzen sind ehrlich zu nennen: Der Schlüssel steckt im Link selbst. Wer einen fremden Link in die Hände bekommt und öffnet, sieht dessen Zuordnung. Die Links sind nicht signiert. Wer die Auslosung organisiert, kann neu auslosen, die Zuordnung anzeigen lassen, die Zettel lesen oder sich sogar selbst einen Link mit beliebigem Inhalt bauen. Die Verschlüsselung schützt vor Servern und vor einem flüchtigen Blick auf den Link, nicht vor einer Organisatorin, die schummeln will. Wichteln bleibt Vertrauenssache.

Typische Fehler

  • Doppelte Namen: Zwei „Anna“ kann der Rechner nicht auseinanderhalten. Schreiben Sie „Anna M.“ und „Anna K.“.
  • Link selbst geöffnet: Wer als Organisator mitspielt, sollte die Links der anderen nicht testen. Öffnen Sie nur Ihren eigenen.
  • Neu ausgelost nach dem Verschicken: Dann passen alte und neue Links nicht zusammen. Schicken Sie in dem Fall allen einen neuen Link.

Für dieselbe Feier: Tombola-Lose drucken, Tischkarten erstellen oder den Termin als QR-Code für den Kalender verschicken.

Häufige Fragen

Sieht der Organisator, wer wen hat?

Nicht, wenn Sie „Zuordnung nicht anzeigen“ angehakt lassen: Dann sehen Sie nur die Links. Wer allerdings alle Links öffnet, kann die Zuordnung nachlesen. Verschicken Sie die Links, ohne sie zu öffnen.

Was, wenn ein Link verloren geht?

Der Link ist nirgends gespeichert. Solange die Seite mit dem Ergebnis offen ist, können Sie ihn erneut kopieren. Danach hilft nur, die Person selbst im Chatverlauf nachsehen zu lassen oder neu auszulosen.

Geht das ohne E-Mail und ohne Anmeldung?

Ja. Sie tragen nur Namen ein und schicken jeder Person einen Link, etwa per WhatsApp, Signal oder SMS.

Werden Namen gespeichert?

Nein. Die Auslosung läuft in Ihrem Browser. Die Zuordnung steckt verschlüsselt im Link hinter dem #-Zeichen. Dieser Teil wird beim Öffnen nicht an unseren Server gesendet, und die Seite nimmt ihn aus der Adresszeile, bevor Werbe- oder Statistikskripte laden. Nur für ein Neuladen bleibt er bis zum Schließen des Tabs im Sitzungsspeicher Ihres Browsers.

Kann ich verhindern, dass Paare sich gegenseitig ziehen?

Ja. Tragen Sie im Feld für Ausschlüsse zum Beispiel „Anna + Ben“ ein. Dann zieht weder Anna Ben noch Ben Anna.

Quellen

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